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Das Problem mit dem Tropenholz

Moebel aus HolzJeder kennt die Diskussion: In armen Ländern wie Laos oder Equador roden die Menschen bevorzugt Edelhölzer, um damit ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Dabei kommt es jedoch zu ungeheuren Umweltzerstörungen und oft mischen sogar kriminelle Banden zurück. Ist der Regenwald dann aber abgeholzt, wächst in der Regel nicht mehr viel nach, die Holzfäller müssen weiterziehen und so verschwindet die grüne Lunge unseres Planeten Stück für Stück. Tiere und Pflanzen gehen ein und die Menschen bleiben trotz kurzzeitiger Verbesserung auch in Zukunft arm. Nun stellen sich da sofort die superklugen Gutmenschen hin und behaupten, man müsse nur ein weltweites Handelsverbot mit Tropenhölzern festlegen und schon wäre das Problem gelöst. Alle Menschen müssten dann diese ekelhaften Ikea – Möbel aus Pappe und schnell wachsendem Holz toll finden – oder wie stellen sich das diese Leute vor? Abgesehen davon, dass damit die Lebensgrundlage der Menschen in den rodenden Länder kein Stück verändert würde (was den Besserwissern aber sowieso egal ist, denn der Regenwald interessiert sie nur um der eigenen Luft und um der ihrer Kinder), man raubt dadurch jedem an besonderen Möbelstücken Interessierten ein weites Feld an wunderschönen Möglichkeiten. Es ist ähnlich wie mit den Drogen: Ein Verbot ist zwar an sich keine schlechte Sache, schließlich gibt es viele, gerade junge Leute, die kein Wissen über die eigene Neurologie und damit einhergehende Abhängigkeiten haben. Auf der anderen Seite entwickeln sich sofort kriminelle Strukturen, welche die Drogen eben auf dem Schwarzmarkt vertreiben und dadurch erheblich größeren Schaden anrichten als dies bei einer Legalisierung vielleicht der Fall wäre.

Nun sind Tropenhölzer keine Drogen und sie sind im Falle eines Verbots wohl auch viel schwieriger zu schmuggeln. Aber auch dort würden sich sofort Banden zusammenrotten, die das Produkt irgendwie beschaffen und weiterverkaufen. Verbote sind in solchen Fällen sinnlos und führen in der Regel nur zum Gegenteil des eigentlich Beabsichtigten.

Vielmehr sollten die Verantwortlichen in Wirtschaft und Politik den Handel mit Tropenholz genau untersuchen und verbessern! Warum soll nachhaltige Forstwirtschaft in Südostasien oder Afrika nicht genauso gut funktionieren? Man muss es nur zeigen und den Menschen begreiflich machen, was sie für einen Schatz in den Händen halten. Holz wächst überall und immer nach, es ist wie immer wiederkehrendes Gold! Parallel muss natürlich auch der Schwarzhandel mit brutalsten Methoden bekämpft werden, was freilich in die Aufgabe der oft korrupten Regierungen fällt. Durch gezielte Kampagnen durch NGO´s und sonstige Organisationen lässt sich jedoch schon viel erreichen.

 

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